Niederschrift:
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1948-1998: 50 Jahre Tischtennis im Post- und Telekom-SV Essen

Auszug aus der Festschrift anlässlich des 50jährigen Jubiläums

Autor: Friedhelm Uhrig

Am 18. März 1948 gründete ein kleiner Kreis junger Leute die Tischtennis-Abteilung. Da die Spuren des Krieges noch überall zu sehen waren, versuchten diese Idealisten durch den Sport etwas Abwechslung in den grauen Alltag zu bringen. Turnhallen gab es natürlich so gut wie keine, so richtete man sich mit viel Mühe die "Fernsprechkantine" als Trainingsstätte ein. Für die damaligen Verhältnisse eine recht gute Lösung. Immerhin spielten die Damen sogar nach kurzer Zeit in der Oberliga West und die Herren in der Bezirksklasse. Auch Siege bei den Bezirks- und Kreismeisterschaften sind erzielt worden. Christel Harder und Willi Diekmann waren wohl die Spitzen der damaligen Abteilung.

 

Wegen häufiger Umbauarbeiten in den Kantinenräumen musste der Spielbetrieb nach drei Jahren wieder eingestellt werden.

 

1952 feierte der Post-Sportverein Essen sein 25jähriges Vereinsjubiläum. Die Schlussworte des Berichtschreibers, Theo Soldat, lauteten: " Es ist zu hoffen, dass sich bald die geeigneten Leute finden werden, die dem Tischtennissport innerhalb unseres Vereins, wieder die ihm zustehende Geltung verschaffen werden."

 

Schon nach knapp einem Jahr war es soweit. Durch einen Zufall haben sich in der Mittagspause, die sich aus dienstlichen Gründen mehrere Stunden hinzog, Kollegen vom Postamt Essen getroffen, die sich sehr stark für das Tischtennisspielen interessierten. Ab sofort spielte man fast jeden Mittag in der noch vom Krieg beschädigten Amtsturnhalle.

 

Als das allerdings der damalige Geschäftsführer, Oskar Hendricks, erfuhr, bestellte er mich, Friedhelm Uhrig, zu sich in sein Büro und sagte ohne groß zu erklären – ich zitiere -: "Uhrig, Du kannst wieder eine Tischtennis-Abteilung aufmachen, ich gebe Dir eine Schlüsselkarte, damit Du Dir beim "Fernsprechamt" einen Turnhallenschlüssel holen kannst; wo die Platten stehen, ist Dir ja bekannt. Wenn Du weitere Fragen hast, kommst Du halt zu mir!" – Ende des Zitats.

 

Das ging alles so schnell, und ehe ich alles begriffen hatte, auf was ich mich da eingelassen habe, stand ich auch schon wieder auf dem Flur. Trotzdem entschloss ich mich, mit meinen 19 Jahren, kräftig am Wiederaufbau der Tischtennis-Abteilung zu arbeiten.

 

So wurde am 8.9.1952 wieder eine neue Abteilung ins Leben gerufen

 

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