|
Am 18. März
1948 gründete ein kleiner Kreis junger Leute die
Tischtennis-Abteilung. Da die Spuren des Krieges noch überall zu
sehen waren, versuchten diese Idealisten durch den Sport etwas
Abwechslung in den grauen Alltag zu bringen. Turnhallen gab es natürlich
so gut wie keine, so richtete man sich mit viel Mühe die
"Fernsprechkantine" als Trainingsstätte ein. Für die
damaligen Verhältnisse eine recht gute Lösung. Immerhin spielten die
Damen sogar nach kurzer Zeit in der Oberliga West und die Herren in
der Bezirksklasse. Auch Siege bei den Bezirks- und
Kreismeisterschaften sind erzielt worden. Christel Harder und Willi
Diekmann waren wohl die Spitzen der damaligen Abteilung.
|
|
Wegen häufiger
Umbauarbeiten in den Kantinenräumen musste der Spielbetrieb nach drei
Jahren wieder eingestellt werden.
1952 feierte der
Post-Sportverein Essen sein 25jähriges Vereinsjubiläum. Die
Schlussworte des Berichtschreibers, Theo Soldat, lauteten: " Es
ist zu hoffen, dass sich bald die geeigneten Leute finden werden, die
dem Tischtennissport innerhalb unseres Vereins, wieder die ihm
zustehende Geltung verschaffen werden."
Schon nach knapp
einem Jahr war es soweit. Durch einen Zufall haben sich in der
Mittagspause, die sich aus dienstlichen Gründen mehrere Stunden
hinzog, Kollegen vom Postamt Essen getroffen, die sich sehr stark für
das Tischtennisspielen interessierten. Ab sofort spielte man fast
jeden Mittag in der noch vom Krieg beschädigten Amtsturnhalle.
Als das
allerdings der damalige Geschäftsführer, Oskar Hendricks, erfuhr,
bestellte er mich, Friedhelm Uhrig, zu sich in sein Büro und sagte
ohne groß zu erklären – ich zitiere -: "Uhrig, Du kannst
wieder eine Tischtennis-Abteilung aufmachen, ich gebe Dir eine Schlüsselkarte,
damit Du Dir beim "Fernsprechamt" einen Turnhallenschlüssel
holen kannst; wo die Platten stehen, ist Dir ja bekannt. Wenn Du
weitere Fragen hast, kommst Du halt zu mir!" – Ende des Zitats.
Das ging alles
so schnell, und ehe ich alles begriffen hatte, auf was ich mich da
eingelassen habe, stand ich auch schon wieder auf dem Flur. Trotzdem
entschloss ich mich, mit meinen 19 Jahren, kräftig am Wiederaufbau
der Tischtennis-Abteilung zu arbeiten.
So
wurde am 8.9.1952 wieder eine neue Abteilung ins Leben gerufen
WEITER
|